Negativzinsen auf Girokonten: Wie sie funktionieren und wie man sich schützt
- Lapo Zarina

- 13. Sept.
- 2 Min. Lesezeit
Das Konzept der "Negativzinsen" mag kontraintuitiv erscheinen: Es bedeutet, dass Sie nicht mit dem Geld, das Sie auf der Bank haben, verdienen, sondern dafür bezahlen müssen, es dort zu lagern. Dies ist keine Anomalie, sondern ein geldpolitisches Instrument, das Zentralbanken, einschließlich der Schweizerischen Nationalbank (SNB), in der Vergangenheit zur Ankurbelung der Wirtschaft eingesetzt haben und das sie in Zukunft je nach Marktbedingungen wieder einführen könnten.
Wenn Sie verhindern möchten, dass Ihr Geld an Wert verliert, vergleichen Sie sofort die Angebote für Girokonten in der Schweiz und entdecken Sie vorteilhaftere Alternativen.
Warum erheben Banken Negativzinsen?
Negativzinsen sind keine eigenständige Entscheidung einzelner Geschäftsbanken, sondern eine Folge der Politik der Schweizerischen Nationalbank. Wenn die SNB einen Negativzins auf die Liquidität festlegt, die Geschäftsbanken bei ihr hinterlegen, schafft sie für die Banken selbst einen Anreiz, das Geld nicht "zu parken". Das Ziel ist zweifach:
Wirtschaft ankurbeln: Banken werden dazu ermutigt, mehr Kredite an Unternehmen und Privatpersonen zu vergeben, um Investitionen und Konsum zu fördern, anstatt Liquidität zu horten, die sie Geld kosten würde.
Schweizer Franken kontrollieren: Ein Negativzins macht es für ausländische Anleger weniger attraktiv, Schweizer Franken zu halten, was der SNB hilft, die Aufwertung der Währung zu kontrollieren und die Exporte zu stützen.
Übrigens wurden Negativzinsen auf Girokonten nicht immer für alle Kunden erhoben. Oft haben die Banken Schwellenwerte eingeführt (z.B. ab 100.000 oder 250.000 Franken) und die "Gebühr" nur auf große Einlagen erhoben.
Welche Folgen haben Negativzinsen für Privatpersonen?
Für Kontoinhaber können Negativzinsen eine direkte Auswirkung auf die Kaufkraft ihrer Ersparnisse haben. Anstatt ihr Geld wachsen zu sehen, erleben sie eine langsame, aber stetige Erosion. Es ist jedoch nicht nur der Negativzins, der Ihr Kapital bedroht. Auch ohne nominale Negativzinsen kann Ihr Geld durch Inflation an Wert verlieren. Wenn die Inflation höher ist als der Zinssatz, den Sie erhalten, ist Ihr "realer Zinssatz" negativ und Ihr Geld verliert im Laufe der Zeit an Kaufkraft.
Daher ist es möglicherweise nicht die klügste Wahl, große Geldsummen auf einem Girokonto zu lassen. Es ist wichtig, Alternativen zu prüfen, die es Ihnen ermöglichen, Ihr Kapital vor Inflation zu schützen und, wenn möglich, es wachsen zu lassen.
Wie Sie Ihre Ersparnisse vor Negativzinsen schützen
Es gibt verschiedene Strategien, um Ihr Vermögen zu schützen:
Wählen Sie ein gebührenfreies Online-Konto: Viele Online-Banken boten und bieten immer noch Konten mit höheren Schwellenwerten oder völlig ohne Negativzinsen an, was sie zu einer hervorragenden Lösung für die tägliche Verwaltung macht. Die besten Optionen finden Sie in unserem Artikel über die Kosten eines Girokontos in der Schweiz.
Diversifizieren Sie Ihre Investitionen: Anstatt alle Ihre Ersparnisse in bar zu halten, könnten Sie in Erwägung ziehen, einen Teil davon zu investieren. Instrumente wie Sparkonten, aber auch Fonds, ETFs und Aktien, können eine Rendite bieten, die den Wertverlust durch Inflation oder Negativzinsen ausgleicht oder übertrifft.
Nutzen Sie die Vorsorgesäulen (3a und 3b): Die in den Säulen 3a und 3b hinterlegten Gelder sind in der Regel von Negativzinsen ausgenommen und bieten eine langfristige Anlagemöglichkeit mit dem Vorteil von Steuerabzügen.




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